Mit Rugby Gewalt vorbeugen
Lollar (agl/pm). Einer Studie zufolge bietet Rugby die Möglichkeit, dass Schüler kontrolliert - quasi im Korsett eines Regelwerks - mit ihren Aggressionen umgehen können. Vor diesem Hintergrund der Gewaltprävention griffen am Dienstag Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Schulen an der Lollarer Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) zum eiförmigen Ball.
Viel Spaß hatten die Lehrerinnen und Lehrer beim Rugby an der CBES.
Jens Hausner, Lehrer an der CBES und frischgebackener Schulsportbeauftragter des Hessischen Rugby-Verbands, lud sie zu einer Fortbildung ein. »OK-Rugby« - die körperschonendere Variante des rauen Kontaktsports, wurde dabei gelehrt. »OK« steht dabei für »ohne Kontakt«. Mit ein wenig Theorie und ganz viel Praxis wurden die Kollegen geschult, um künftig Rugby im Sportunterricht an viele Schüler weitergeben zu können. »OK-Rugby ist die ideale Schulsportart«, behauptete Hausner und erklärte sogleich: »Rugby ist leicht zu lernen. Es gibt keine Schritt- oder Dribbelregel, auch das Regelwerk ist überschaubar und schnell erlernbar.« Die Gruppe besteht je zur Hälfte aus Frauen und Männern - in gemischten Mannschaften jagen sie dem ovalen Ball nach. Dadurch, dass der Körperkontakt herausgenommen wird und das »Tackling« durch den »Touch« - das beidhändige Antippen des Ballträgers an der Hüfte - ersetzt wird, spielen körperliche Unterschiede keine Rolle. Große und kleine, dicke und dünne Kinder - ob Mädchen oder Junge - können so im Schulsport zusammen spielen und alle erfolgreich sein, so die Erläuterungen. Am Donnerstag, dem 12. März, geht es mit der Rugby-Fortbildung an der CBES weiter. Dann steht der Schritt vom OK-Rugby zum Kontakt-Rugby an. Am Mittwoch, dem 18. März, gibt es erneut Rugby an der CBES: Der Regionalentscheid von »Jugend trainiert für Olympia«. (Foto: pm)
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